Migrantinnen

Berufs(wieder-)einstieg für Migrantinnen

Als Migrantin kommen Sie aus einem anderen Land, ganz gleich woher und aus welchen Gründen. Ob Sie aus Rumänien oder Bulgarien oder aus einem anderen Land innerhalb und außerhalb der Europäischen Union kommen oder ob Sie als geflüchtete Frau mit ihrer Familie jetzt hier leben – hier finden Sie Hinweise, Material und Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Arbeiten in Deutschland.

In Deutschland ist es selbstverständlich, dass Frauen arbeiten. Sie haben dadurch ein eigenes Gehalt und später eine eigene Rente. Aber nicht nur finanziell ist eine Berufstätigkeit wichtig – man kommt mit anderen Menschen in Kontakt, erfährt Anerkennung für die eigene Leistungen, das Selbstvertrauen wächst und ganz wichtig, als berufstätige Frau ist man auch immer ein Vorbild für die eigenen Kinder.

Auch, wenn Sie bis jetzt noch keine Berufsausbildung haben, ist es nicht zu spät, jetzt damit anzufangen. Zuallererst brauchen Sie allerdings gute Deutschkenntnisse. Auf der ganzen Welt öffnen gute Sprachkenntnisse  in einer neuen Heimat viele Türen und Chancen.

Wichtiges, was Sie wissen sollten, wenn Sie in Deutschland arbeiten möchten, finden Sie auf dem Portal www.migra-info.de. Hier erfahren Sie (in mehreren Sprachen), wie Sie bei der Bewerbung um eine Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz am besten vorgehen. Auch unser Portal hat zu Bewerbung, zu Zeugnissen und Abschlüssen, zur Kinderbetreuung und zur Pflege von Angehörigen alle notwendigen Informationen für Sie bereitgestellt. In NRW gibt es zudem das „IQ Netzwerk NRW“, das die Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt fördert.

Sprache

Lernen Sie Deutsch! Sprechen Sie so oft es geht deutsch, hören Sie Ihren Kindern zu, sie lernen eine neue Sprache oft „spielend”. Lesen Sie Zeitungen oder auch die vielen Werbeprospekte. Alles trainiert! Denn die Grundvoraussetzung, in Deutschland eine qualifizierte Arbeit zu finden, ist der sichere Umgang mit der deutschen Sprache. Dazu gibt es zahlreiche – meist kostenlose – Angebote, außerdem Kurse für spezielle Berufsgruppen wie Pflegepersonal, Technikerinnen/ Technikern,  Ärztinnen/ Ärzte, Apothekerinnen/ Apotheker usw. Informieren Sie sich hierzu auf der Seite des BAMF. Eine gute Informationsquelle ist auch das Internetportal „Kompetenzzentrum Integration NRW”.

Wenn Sie schon einen Beruf erlernt oder studiert haben, lassen Sie sich zunächst Ihre Zeugnisse und Ihre beruflichen Zertifikate darüber anerkennen. Sie haben das Recht auf Überprüfung der Gleichwertigkeit eines ausländischen Berufsabschlusses mit dem entsprechenden deutschen Beruf. Wenn man aus Ihren Zertifikaten ablesen kann, welche Fähigkeiten und Kompetenzen Sie haben, steigen Ihre Chancen, einen Job in Ihrem erlernten Beruf zu finden. Auf dem Portal Anerkennung-in-deutschland.de finden Sie alle weiteren Informationen hierzu.

Foto Katja Stieb/SOS KD

Auch wenn Sie keine Zeugnisse vorweisen können, besteht die Möglichkeit, Ihre beruflichen Fähigkeiten z. B. durch ein Fachgespräch oder bei einer probeweisen Tätigkeit, nachzuweisen. Eine andere Möglichkeit ist die sogenannte Externenprüfung, mit der Sie einen in Deutschland anerkannten Abschluss in Ihrem Beruf erlangen können.

In Duisburg, dem Kreis Kleve und Wesel können Sie zu Beratungsstellen Kontakt aufnehmen.

Anerkennung-in-deutschland.de

IQ-Netzwerk-NRW

Gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigungsförderung mbH (GfB)
Warbruckstr. 89
47169 Duisburg
www.gfb-duisburg.de

Martina Schwiering
Tel. 0203 / 54424173
mschwiering@gfb-duisburg.de

Joachim Pfennig
Tel. 0203 / 54424135
jpfennig@gfb-duisburg.de

Wenn Sie einen handwerklichen Beruf haben oder erlernen möchten, sind die Handwerkskammern bzw. Kreishandwerkerschaften die richtige Adresse:

Startercenter NRW Duisburg
Kreishandwerkerschaft Duisburg
Düsseldorfer Str. 166
47053 Duisburg-Dellviertel
Tel. 0203 / 99634-0
E-Mail info@handwerk-duisburg.de
www.handwerk-duisburg.de

www.bildungszentrum-duisburg.de

Kreishandwerkerschaft Kreis Kleve
Ulrich Lippe
Platz des Handwerkes 1
47574 Goch
Tel. 02823 9763-260
ulrich.lippe@hwk-duesseldorf.de

Kreishandwerkerschaft Kreis Wesel
Ulrich Kruchen (kom. Leiter)
Handwerkstraße  1
46485 Wesel
Tel. 0281 9626216
info@khwesel.de

Finanzierung

Neben zahlreichen Infos zum Thema Finanzen gibt es für Migrantinnen und Migranten unter 30 Jahren ein Förderprogramm der Otto-Benecke-Stiftung.

Beratung

Beratungsstellen, die Frauen in besonderen Lebenslagen unterstützen und begleiten, sind Sozialverbände wie Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder AWO, die politisch und konfessionell unabhängigen Frauenberatungsstellen sowie die Gleichstellungsbeauftragten Ihrer Stadt oder Gemeinde. Die Beratungsstellen arbeiten eng mit Behörden und Verwaltungen zusammen und können Ihnen wichtige Hilfestellungen geben, etwa bei Fragen zum Thema Scheidung, Unterhalt und Kinderbetreuung. Diese Beratungsstellen und vor allem die Gleichstellungsbeauftragten wissen z. B. auch, wer Sie bei Anträgen und Wegen durch die Ämter unterstützt und stellen in der Regel einen ersten Kontakt für Sie her, wenn es darum geht, eine Arbeit oder Ausbildung zu finden. (Kreis Wesel, Kreis Kleve, Duisburg).

Diese Beratungsstellen und die Gleichstellungsbeauftragten der Kreise Wesel und Kleve wissen auch, wer Sie bei Anträgen und Wegen durch die Ämter unterstützt und stellen in der Regel einen ersten Kontakt für Sie her, wenn es darum geht, eine Arbeit oder Ausbildung zu finden. (Kreis Wesel und Kleve). In Duisburg stehen die Beauftragten für Chancengleichheit der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter und teilweise auch der Ausländerbehörden als Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

Die Integration Points sind erste Anlaufstellen für Flüchtlinge.

Kreis WeselKreis Kleve und Duisburg.

Auf Ihrem Weg in die Berufstätigkeit erhalten Sie hier eine persönliche Beratung vor Ort.

 

Persönliche Kontakte

Neben den Online-Stellenbörsen, den Webseiten von Unternehmen, der Arbeitsagentur und Stellenanzeigen in Zeitungen sind persönliche Kontakte bei der Arbeitssuche wichtig. Denn: Etwa die Hälfte der freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt wird über persönliche Kontakte vergeben. Das bedeutet für Sie: Sagen Sie möglichst vielen Menschen, die Sie kennen oder treffen, dass Sie Arbeit suchen. So verbessern Sie Ihre Chancen, von einer freien Stelle zu erfahren.

Hinweis für Beratende

Das Portal migra-info stellt für Beratende aktuelle Informationen rund um Anerkennung und Arbeitsmarktzugänge für Asylsuchende und Flüchtlinge bereit. In der Rubrik „Voraussetzung & Anerkennung“ finden sich ausführliche Erläuterungen, Dokumente und Leitfäden zum Herunterladen sowie Links und Kontaktadressen zu Beratungsstellen in NRW. Neben den mehrsprachigen Basisinformation finden insbesondere Beratende hier die notwendigen aktuellen Informationen und Dokumente. Kurze Videos erklären praktische Fragen zur Anerkennung und können mit türkischen, spanischen, englischen, französischen, russischen, polnischen und arabischen Untertiteln abgerufen werden.

Aktuell
Für viele Frauen, die mit ihrer Familie oder allein geflüchtet sind, sind die  ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfer die ersten (privaten) vertrauensvollen Kontakte.  Es gibt in den Städten und Gemeinden mittlerweile viele Angebote, die Frauen (gemeinsam mit ihren kleinen Kindern) schon früh wahrnehmen können, z.B. einen Sprach- oder Orientierungskurs. Eine erste Handreichung mit Tipps zur beruflichen Orientierung und Anlaufadressen haben die Netzwerke W(iedereinstieg) der Kreise Wesel und Kleve für ehrenamtlich Aktive zusammengestellt.

Die Broschüre „Berufsbezogene Deutschförderung“ enthält Informationen zum Programm des BAMF, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird.

Landesförderungen zur Integration verschiedener Migrantinnen und Migranten zeigt das Portal www.mkffi.nrw.

  • Tipp
  • Für internationale Fachkräfte gibt es ein mit „Make it in Germany“ ein offizielles mehrsprachiges Onlineportal Make-it-in-Germany.